
Es gibt Momente auf der Buchmesse, die man nicht planen kann. Das merkt man, wenn man einen Messestand organisiert. Man steht am Stand, fragt sich, ob alles in Ordnung ist: Standausstattung, Dekoration, Stimmung in der Ausstellergruppe. Dann geht es los. Erster Messetag! Drauf haben wir uns monatelang vorbereitet. Plötzlich redet man seit einer halben Stunde mit jemandem, den man vorher nicht oder nur aus dem Internet kannte. Die Leipziger Buchmesse ist voll von diesen Momenten — und ich bin dieses Jahr mit mehr davon nach Hause gefahren.
Bekannte Gesichter, neue Gesichter

Vier Tage lang war die Messe mein Zuhause auf Zeit. Ich habe Besuche gemacht und Besuchende empfangen, ich habe Gespräche geführt, die nach fünf Minuten schon so klangen, als würde man sich seit Jahren kennen — und manchmal taten wir das ja auch. Mit der Zeit wächst der Kreis der Lesenden. Ich freue mich riesig darüber, dass Mehrere meine Geschichten kennen und mich auf der Messe bewusst ansteuern. Was mich jedes Mal wieder freut: wie viel wärmer eine Begegnung ist, wenn man sich endlich leibhaftig gegenübersteht, statt nur in Kommentarspalten.
Lesung am letzten Tag

Wer auf einer viertägigen Messe schon mal bis zum Ende dabei war, kennt dieses spezielle Gefühl: Man ist erschöpft, aber auch seltsam aufgedreht. Die Batterien sind leer, und trotzdem will man noch alles mitnehmen.
Genau in diesem Zustand haben Cat Taylor, Janne Birk und ich unsere gemeinsame Lesung gemacht — und ich würde sagen, gerade deshalb hatte sie etwas Besonderes. Weniger Anspannung, mehr Freude am Text und an den Menschen in den Reihen.
So viel Interesse an der Halbgott-Trilogie

Mich hat bewegt, wie viele Menschen gezielt auf mich zugekommen sind, um über die Trilogie zu sprechen. Fragen, Begeisterung, manchmal auch ganz konkrete Wünsche für den weiteren Verlauf — das ist das Schönste, was einem als Autor passieren kann. Es erinnert einen daran, warum man das alles macht.
Dankbarkeit, ganz konkret

Zum Glück bekommt man keinen Muskelkater vom Umarmen. Denn Umarmungen gab es viele. Ich merke, wie ich immer mehr Teil der Bücher-Community werde. Das ist kein Gefühl, das man erzwingen kann — es wächst einfach.
Ich bin dankbar für jeden einzelnen dieser Momente — und ich bin dankbar für die Menschen, die diese Messe für mich zu dem gemacht haben, was sie war. Vielen Dank an Cat Taylor, Marco Dülk, Janne Birk, und Silke Horvath für die gemeinsame Zeit am Stand. Danke auch an an Martina und Mark fürs Mitanpacken, Mitdenken und Mitsein.
Nach der Messe geht es erst mal in den heimatlichen Teutoburger Wald. Wandern und die Stille genießen und das Erlebte sacken lassen ... hier noch einige weitere Impressionen von der Messe:

















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